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Natur zulassen - Biologische Vielfalt fördern

Landwirtschaftliche Möglichkeiten zur Förderung der Biologischen Vielfalt in Hessen

 

In Hessen wurden 2019 insgesamt ca. 4.500 Hektar Blühflächen angelegt.

Im Rahmen der Bienenkampagne, einer Initiative des Hessischen Umweltministeriums zusammen mit dem Hessischen Bauernverband und dem Landesverband Hessischer Imker wurden 2019 1.600 Hektar Blühflächen angepflanzt - dies ist doppelt so viel wie im vergangenen Jahr. Die Imkervereine werden bei der Finanzierung des Saatguts durch das Umweltministerium über Lotto Tronc Mittel unterstützt.

Außerdem fördert das Umweltministerium neben den Blühflächen im Rahmen der Bienenkampagne die Anlage von ein- und mehrjährigen Blühstreifen über das Agrarumweltmaßnahmenprogramm HALM (Hessische Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen). 2019 werden über HALM 1.200 Hektar einjährige Blühstreifen und 1.660 Hektar mehrjährige Blühstreifen mit insgesamt 1,9 Millionen Euro gefördert.

 

Auch auf der Website des Hessischen Bauernverbands werden Informationen zur Anlage von Blühstreifen in der Landwirtschaft angeboten.

Der Flyer „Wegraine erhalten, biologische Vielfalt gestalten“ gibt Tipps für die Pflege und Gestaltung von Wegrainen und Wiesenwegen.

Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen berät Landwirtinnen und Landwirte zum Thema Biodiversität sowie stellt auf seiner Website einzelne Projekte vor.

 

Um die Biologische Vielfalt im Bereich der Landwirtschaft zu stärken, gibt es weitere Initiativen diverser Träger wie beispielweise das F.R.A.N.Z.- Projekt der Umweltstiftung Michael Otto. F.R.A.N.Z. entwickelt und erprobt Maßnahmen zur Erhaltung und Erhöhung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft. In der Zukunft sollen diese Naturschutzmaßnahmen ebenso auf andere Betriebe übertragen werden.

 

Eine weitere Initiative ist die Greifswalder Agrarinitiative (GAI). In der Greifswalder Agrarinitiative haben sich die größten institutionellen Landeigentümer in und um Greifswald im Jahr 2013 zusammengeschlossen – neben Hansestadt und Universität Greifswald die Nordkirche und die Peter-Warschow-Stiftung. Gemeinsam prüfen sie, ob und wie sich die landwirtschaftliche Nutzung auf den eigenen Flächen nachhaltiger gestalten lässt. Quelle: http://www.greifswalder-agrarinitiative.de

 

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die Universität Regensburg eine Handreichung zum Thema "Artenreiche Landwirtschaft auf Kirchengrund" veröffentlicht, welche sich mit den Potenzialen und konkreten Möglichkeiten von Naturschutzmaßnahmen auf kircheneigenem Land auseinander setzt, denn die Kirchen sind eines der größten Landbesitzer in Deutschland.