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Biologische Vielfalt zum Klingen bringen - 4. Hessisches Waldpädagogikforum lässt neue Ideen erklingen

Unter dem Motto „Das Ohr am Wald“ trafen sich am 26. November über 80 Waldpädagogikexperten in Buseck zum vierten hessischen Waldpädagogikforum. Die Veranstaltung setzte klangvolle Impulse und lies die Teilnehmer horchen, staunen und experimentieren. Der Landesbetrieb Hessen-Forst und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Hessen e.V., richteten die Fachtagung gemeinsam aus.

Das Ohr im Fokus
Sinneswahrnehmungen bieten einen positiven emotionalen Zugang zum Wald. Die Umweltbildung nutzt hierbei häufig das Auge und den Tastsinn. Dem Gehör wird oft weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Aus diesem Grund stand beim diesjährigen Waldpädagogikforum das Ohr im Fokus. „Geräusche und Töne lösen bei jedem Menschen Gefühle aus. Unser Gehör hat direkten Einfluss auf unsere tiefsten Emotionen“, so Julia Steffen, Landesarbeitsgemeinschaft AGENDA 21 NRW e.V. während ihres Impulsvortrags „Ohrendschungel - Der Natursymphonie auf der Spur“. Die Waldpädagoginnen und Waldpädagogen erhielten Einblicke in ein außergewöhnliches Projekt mit akustischem Schwerpunkt: Naturgeräusche als Zugang zum Themenfeld Biodiversität.
Darüber hinaus hatten die pädagogischen Experten Gelegenheit, den Klängen des Waldes selber auf der Spur zu sein: Sie entwickelten Hörreisen durch die Klanglandschaft Wald, bauten Naturinstrumente und brachten ganze Bäume zum Klingen.

Biologische Vielfalt im Wald klingt
Die Vielfalt der Bewohner unserer naturnahen Wälder bietet einen klanglichen Reichtum auf kleinstem Raum. Der Wald ist voller Geräusche. Neben dem Gesang der Vögel, dem Specht-Trommeln oder dem Surren der Insekten gibt es viele weitere, spannende Töne einzufangen. Je mehr biologische Vielfalt, desto mehr Klang ist im Wald. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten, wie sie als Multiplikatoren die biologische Vielfalt in die waldpädagogische Arbeit einbinden können und entwickelten hierzu eigene Ideen.

Viel Wald – viele Naturtöne
Der Wald in Deutschland gehört zu den Lebensräumen, die sich durch große Naturnähe und Vielfalt auszeichnen. Hessen ist mit 42% der Landesfläche eines der waldreichsten Bundesländer. Die Laubwälder in Hessen sind ein essentieller Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Viele Arten profitieren aber auch von Nadelholz: So konnte sich der Schwarzspecht - Haupthöhlenbauer im Wald - erst mit dem Anbau der Fichte in die Niederungen ausbreiten und so auch dort Wohn- und Brutplätze für andere Arten, wie Fledermäuse oder die Hohltaube schaffen. „Wir können unseren Kindern und Enkeln im Wald zeigen, wie Holz genutzt und trotzdem die biologische Vielfalt gewahrt, ja sogar weiter erhöht werden kann“, so Detlef Stys, stellvertretender Landesbetriebsleiter, am Rande des Forums.
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Hessen e.V., und Hessen-Forst haben die Chance ergriffen, die waldpädagogischen Multiplikatoren für die Vielfalt nserer Tier- und Pflanzenwelt zu interessieren und zu sensibilisieren.

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