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Bienenfreundliches Hessen: Leere Regale ohne Bienen

Umweltministerin Priska Hinz stellt gemeinsame Aktion mit REWE zum Weltbienentag vor

 

„Ohne Bienen und bestäubende Insekten steht unsere Versorgung mit Lebensmitteln und damit unsere eigenen Lebensgrundlagen auf dem Spiel – in Hessen und in ganz Europa“, betonte Umweltministerin Priska Hinz anlässlich des heutigen Weltbienentags. Die Ministerin stellte in Wiesbaden eine gemeinsame Aktion mit REWE im Rahmen der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ vor. In allen 450 hessischen REWE-Märkten werden in den kommenden zwei Wochen Produkte, die von der Bestäubung durch Bienen und bestäubende Insekten abhängen, gekennzeichnet sein. Zudem stehen in den Märkten Informationsmaterialien zum Insektenschutz zur Verfügung.

 

„Keine Erdbeeren, keine Gurken, aber auch keine Schokolade und keine Tomatensauce könnten wir kaufen ohne die Bestäubungsleistung von Bienen und anderen Insekten. Denn mehr als 80 Prozent der Kultur- und Wildpflanzen sind auf die Fremdbestäubung angewiesen. Bei REWE stünden rund 70 Prozent des Sortiments nicht zur Verfügung“, erklärte die Ministerin.

 

Die Gefahr ist real: Zwar geht es den Honigbienen in Hessen durch die gute Arbeit der Imkerinnen und Imker besser. In Hessen leben aktuell 62.000 Bienenvölker, 2008 waren es nur 48.000. Doch den wildlebenden Verwandten wir Hummeln oder Wildbienen geht es schlecht: Mehr als die Hälfte der 560 Wildbienenarten in Deutschland ist gefährdet oder vom Aussterben bedroht.

 

„Wir müssen uns auf allen Ebenen für einen besseren Schutz von Bienen und Insekten einsetzen“, erklärte die Ministerin. Hessen ist im Rahmen der Kampagne Bienenfreundliches Hessen aktiv, fördert den Ökolandbau stark, erarbeitet einen Pestizidreduktionsplan und eine Glyphosatausstiegsstrategie. „Wir brauchen aber die Unterstützung auf Bundes- und europäischer Ebene, um mehr zu erreichen. Daher ist auch die Europawahl am 26. Mai entscheidend“, so die Umweltministerin. „Von der Bundesregierung erwarten wir, dass endlich das lang angekündigte Insektenschutzprogramm auf den Weg gebracht wird“, betonte Ministerin Hinz.

 

„Auch die Bürgerinnen und Bürger selbst können etwas beitragen: Machen Sie Ihren Garten oder Ihren Balkon zu einer Oase für Insekten! Engagieren Sie sich in ihrer Kommune oder im Verein für den Naturschutz und achten Sie beim Einkauf auf regionale und auch ökologische Produkte. Die Landwirtinnen und Landwirte in Ihrer Region sind auf  Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, Käfer und anderen Insekten angewiesen und bieten ihnen andererseits durch Blühstreifen oder die Pflanzen, die sie anbauen, Nahrung. Seien Sie neugierig, kommen Sie ins Gespräch und fragen Sie nach“, appellierte die Ministerin.

 

Hintergrund

Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“: Mit der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ macht das Umweltministerium seit März 2017 erfolgreich auf die Bedürfnisse von Wild-, Honigbienen und anderen Insekten aufmerksam und setzt Maßnahmen um. Der Landesverband Hessischer Imker, der Hessische Bauernverband (HBV), die Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen (VÖL), der Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen, das landeseigene Bieneninstitut, der deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund und das Netzwerk Blühende Landschaft sind Partner der Kampagne. Mehr Informationen unter www.bienen.hessen.de

 

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