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Erfolgreiches Schutzprojekt für Bechsteinfledermaus

Umweltministerin Hinz bei Vorstellung der Ergebnisse des Projektes „Förderung eines Kolonieverbundes der Bechsteinfledermaus im europäischen Populationszentrum“

 

„Der Schutz und der Erhalt der biologischen Vielfalt ist eine der Kernaufgaben der Hessischen Landesregierung. Eine prominente Vertreterin dieser Vielfalt bei uns in Hessen ist die Bechsteinfledermaus, die hier einen Verbreitungsschwerpunkt hat. Fünf Jahre nach Projektstart können wir nun erfreut feststellen, dass die Bestände dieser seltenen Art größer sind, als bisher bekannt. Das ist ein gutes Zeichen für die Biodiversität und den Artenschutz“, freute sich Hessens Umweltministerin Priska Hinz anlässlich der Präsentation der Projektergebnisse.
Vor fünf Jahren begann das Naturschutzprojekt „Förderung eines Kolonieverbundes der Bechsteinfledermaus im europäischen Populationszentrum“ im Naturpark Rhein-Taunus. Ziel war es, den Bestand der Bechsteinfledermäuse festzustellen und Schutzmaßnahmen umzusetzen, um den Bestand noch weiter zu erhöhen. Denn bei der Bechsteinfledermaus handelt es sich um eine „Nationale Verantwortungsart“, die weltweit nur in Europa vorkommt. Innerhalb von Deutschland wurde das Rhein-Taunus-Gebiet als Fläche mit dem bedeutendsten Vorkommen ausgemacht. Die Bechsteinfledermaus hat spezielle Ansprüche an ihren Lebensraum und ist von alten, besonders naturnahen und strukturreichen Laubwäldern abhängig. Im Naturpark Rhein-Taunus gibt es diese Laubwälder in großem Umfang, weshalb hier auch noch eine große Population der seltenen Fledermäuse vorkommt.
„Der Naturpark Rhein-Taunus bietet den Bechsteinfledermaus-Kolonien einen wunderbaren Lebensraum. Vor fünf Jahren wurden sechs Kolonien identifiziert, durch die neue Erhebung wissen wir jetzt, dass es sogar 32 Kolonien sind. Mithilfe der Projektergebnisse, werden wir nun den Schutz für diese Tiere noch gezielter ausweiten können“, verdeutlichte Ministerin Hinz.
Das auch auf nationaler Ebene bedeutende Vorkommen der Bechsteinfledermaus war ausschlaggebend für die Beteiligung und Förderung des Projektes durch das Bundesumweltministerium (BMU). Das Gesamtvolumen von 1,1 Millionen Euro wurde zum Großteil durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des BMU, aber auch durch Eigenanteile der Stadt Wiesbaden und des Rheingau-Taunus-Kreises finanziert. Seit 2016 darf das Projekt außerdem für zwei Jahre den Titel „Ausgezeichnetes UN-Dekade-Projekt“, führen, welchen Ministerin Hinz im Rahmen der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ an die Verantwortlichen im September 2016 überreichen konnte. „Damit wird nochmal deutlich gemacht, dass Sie mit gutem Beispiel voran gehen und sich in besonderer Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen“, erläuterte Priska Hinz. Anlässlich der aktuellen Vorstellung und Übergabe der Projektergebnisse lobte Hessens Umweltministerin Priska Hinz zudem die außerordentliche Zusammenarbeit aller Beteiligten und das große Engagement.

 

 

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