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Keine Schotterwüsten! Umweltministerin Hinz setzt sich für insektenfreundliches Gärtnern ein

Bienenfreundliches Hessen: Bei Besuch im Gartencenter Tropica stellt Umweltministerin Priska Hinz Blühkalender mit Tipps für Bepflanzung vor und ruft zu mehr Vielfalt im Garten und auf dem Balkon auf.

„Immer mehr Vorgärten sind Kieselsteinwüsten. Wir brauchen aber Blütenvielfalt für Insekten in unseren Gärten", appellierte Umweltministerin Priska Hinz bei einem Besuch des Gartencenters Tropica in Kriftel im Rahmen der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen". Dort stellte die Ministerin gemeinsam mit dem Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen ein Plakat vor, das Tipps zur insektenfreundlichen Bepflanzung gibt und informierte sich bei einem Rundgang über die Initiative „Save the Bees" des Tropica Gartencenters.

Blühkalender laden (PDF)

„Schotter- und Kieselsteingärten oder reine Rasenflächen bieten Insekten keinerlei Nahrung. Wir brauchen aber dringend Nahrung und Lebensraum für Insekten, sonst sind die Lebensgrundlagen für uns alle in Gefahr", so die Ministerin. „Wenn es weniger Insekten gibt, leiden Vögel, die sich von Insekten ernähren. Und unsere Pflanzen werden nicht bestäubt. Mehr als 80 Prozent der Pflanzen sind aber auf Bestäubung angewiesen. Viele Obstbäume würden beispielsweise weniger oder keine Früchte tragen", erläuterte die Ministerin. Zwar gibt es durch die gute Arbeit der Imkerinnen und Imker wieder mehr Honigbienen in Hessen. Die Zahl der wildlebenden Insekten ist aber rückläufig. Mehr als die Hälfte der 550 Wildbienenarten in Deutschland ist gefährdet. Auch 42 Prozent der Insektenarten gelten als extrem selten oder ausgestorben.

„Wir brauchen wieder mehr Lebensräume für Insekten in der Landwirtschaft, aber auch in den Kommunen und bei jedem zuhause in den Gärten oder auf den Balkonen muss sich etwas verändern. Jeder Vorgarten, jeder Balkonkasten und jede Freifläche kann durch geschickte Pflanzenwahl zum Bienenbuffet werden", sagte Umweltministerin Priska Hinz. Wichtig ist ein kontinuierliches Blühangebot über die ganze Saison. Viele Menschen wissen nicht, welche Pflanzen Nektar und Pollen zur Verfügung stellen. Das Blühkalenderplakat gibt daher Tipps und soll in Gärtnereien aufgehängt werden, um dort für die Thematik zu sensibilisieren. „Wichtig ist die fachkundige Beratung in den Gärtnereien, damit die Menschen wissen, mit welchen Pflanzen sie Bienen und Insekten etwas Gutes tun können", so die Ministerin. Das Gartencenter Tropica gehe hier mit gutem Beispiel voran und berate Kundinnen und Kunden.

 

Hintergrund

Kampagne Bienenfreundliches Hessen: Mit der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen" macht das Umweltministerium seit März 2017 erfolgreich auf die Bedürfnisse von Wild-, Honigbienen und anderen Insekten aufmerksam und setzt Maßnahmen um. Der Landesverband Hessischer Imker, der Hessische Bauernverband (HBV), die Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen (VÖL), der Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen, das landeseigene Bieneninstitut, der deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund und das Netzwerk Blühende Landschaft sind Partner der Kampagne. Das Blühkalenderposter, das im Rahmen der Kampagne entwickelt wurde, finden Sie in Gärtnereien und online unter: www.bienen.hessen.de

Gartencenter Tropica: Am 23. April 1992 eröffnete die Gärtnerfamilie May das Tropica Gartencenter in Kriftel. Die Firmengeschichte reicht bis 1888 zurück. Mit der Aktion „Save the Bees" setzt sich Tropica für Bienen ein. 50.000 Krokusse wurden in Zusammenarbeit mit der Stadt Kelkheim gepflanzt. Zudem hat das Gartencenter 36.000 Samentüten Nützlingswiese im Rhein-Main-Gebiet gratis verteilt. Im Gartencenter werden Kundinnen und Kunden bezüglich einer bienenfreundlichen Pflanzenauswahl beraten.

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