Hauptinhalte

EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 – Mehr Raum für die Natur in unserem Leben

Was ist die neue Biodiversitätsstrategie für 2030?

Die neue Biodiversitätsstrategie 2030 ist ein umfassender, systemischer und ehrgeiziger langfristiger Plan zum Schutz der Natur und zur Umkehr der Verschlechterung der Ökosysteme. Dieser noch mit den Mitgliedstaaten und dem Parlament abzustimmende Vorschlag der EU-Kommission stellt eine wichtige Stütze des europäischen Grünen Deals und der Führungsrolle der EU bei internationalen Maßnahmen für globale öffentliche Güter und Ziele für nachhaltige Entwicklung dar.

Mit dem Ziel, dass sich die biologische Vielfalt in Europa bis 2030 erholt, zeigt die EU-Kommission in der Strategie neue Wege zur wirksameren Umsetzung der bestehenden Rechtsvorschriften, neue Verpflichtungen, Maßnahmen, Ziele und Überwachungs-Mechanismen auf. Beobachter gehen davon aus, dass innerhalb eines Jahres die abgestimmte Fassung vorliegt.

 

Warum ist Biodiversität wichtig?

Biologische Vielfalt – die Vielfalt des Lebens auf der Erde, einschließlich Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen sowie der Lebensräume, in denen sie leben – und Ökosysteme, die lebende Arten bilden, versorgen uns mit Lebensmitteln, Rohstoffen und Arzneimitteln und tragen zu Erholung, Gesundheit und Wohlbefinden bei. Sie reinigen Wasser und Luft, bestäuben Pflanzen, absorbieren riesige Mengen an CO2, regulieren das Klima, halten die Böden fruchtbar und versorgen uns mit Arzneimitteln und vielen der grundlegenden Bausteine für die Industrie.

Geschädigte Ökosysteme sind anfälliger und verfügen nur über begrenzte Kapazitäten, um mit Extremereignissen und neuen Krankheiten umzugehen. Ausgewogene Ökosysteme dagegen schützen uns vor unvorhergesehenen Katastrophen und bieten – wenn wir sie nachhaltig nutzen – viele der besten Lösungen für drängende Herausforderungen.

Der Verlust an biologischer Vielfalt ist:

  • ein Problem für das Klima – die Zerstörung und Beschädigung von Ökosystemen und Böden beschleunigt die Erderwärmung, während die Wiederherstellung der Natur den Klimawandel abmildert;
  • ein Problem für die Wirtschaft – das Naturkapital liefert wichtige Ressourcen für Industrie und Landwirtschaft;
  • ein Problem für die Sicherheit – der Verlust an natürlichen Ressourcen, insbesondere in Entwicklungsländern, kann zu Konflikten führen und überall die Anfälligkeit für Naturkatastrophen erhöhen;
  • ein Problem für die Ernährungssicherheit – Pflanzen, Tiere (einschließlich Bestäuber) und Bodenorganismen spielen in unserem Lebensmittelsystem eine entscheidende Rolle;
  • ein Problem für die Gesundheit – die Zerstörung der Natur erhöht das Erkrankungsrisiko und verringert unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten. Die Natur wirkt sich auch positiv auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen aus;
  • ein Problem für die Verteilungsgerechtigkeit – der Verlust an biologischer Vielfalt schadet den ärmsten Menschen am meisten und verschärft die Ungleichheiten;
  • ein Problem der Generationengerechtigkeit – wir berauben unsere Nachkommen der Grundlage für ein erfülltes Leben.

 

Hier finden Sie die ausführliche Veröffentlichung der EU-Kommission mit Fragen und Antworten zur Europäischen Biodiversitätsstrategie 2030.

 

Quelle: ec.europa.eu/commission/presscorner