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Biodiversitätsstrategie Hessen NL 01/2019

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn es schon am späten Nachmittag dunkel wird und das Thermometer Temperaturen um null Grad anzeigt, dann ist auch in Hessen Backsaison. Gerade im Winter ist der Duft von frischgebackenem Kuchen, Brot oder Keksen unwiderstehlich. Während die Menschen in Hessen den Backlöffel schwingen, macht der Feldhamster Winterschlaf. Um sechs Monate ohne knurrenden Magen zu überstehen, hat er sich vorher einen Wintervorrat angelegt. Findet der Feldhamster im Sommerhalbjahr jedoch nicht genügend Vorräte für die kalte Jahreszeit, verhungert er in seinem Winterquartier. Dass der Nager heute laut Roter Liste Deutschland vom Aussterben bedroht ist, liegt unter anderem an der jahrzehntelangen Bekämpfung des possierlichen Tiers als Schädling, der intensiven Landwirtschaft und der zunehmenden Bebauung. Bei der Mitmachaktion „Was würde Hermann backen?“ stehen deshalb der Feldhamster und seine Leibspeisen im Mittelpunkt. Greifen auch Sie zum Backlöffel und helfen Sie mit, auf seine Situation aufmerksam zu machen.

 

Melanie Albert, AG Feldhamsterschutz der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) Botschafterin der Aktion „Was würde Hermann backen?“

„Was würde Hermann backen?“ – Neue Mitmachaktion lädt zum Backen für Feldhamster Hermann ein

Foto: Jungfeldhamster bei Wachenbuchen
© Manfred Sattler

Kräftiges Roggenbrot, feine Dinkelkekse oder saftiger Karottenkuchen – bei der Mitmachaktion „Was würde Hermann backen?“ sind alle Menschen in Hessen eingeladen, ein Gebäck aus den Lieblingsspeisen des Feldhamsters zu kreieren. Der Kleinsäuger, der im Volksmund auch Hermann der Hesse genannt wird, ernährt sich sehr abwechslungsreich: Getreidesorten wie Weizen, Hafer und Dinkel stehen ebenso auf seinem Speiseplan wie Möhren, Kartoffeln und Äpfel. Auch Erbsen, Klee und Sonnenblumenkerne lässt er sich gerne schmecken. Das Rezept mitsamt Foto des fertigen Brots, Kuchens oder Gebäcks kann unter www.naturschutzkampagne-hessen.de hochgeladen werden. Dort ist auch eine Liste mit Hermanns Lieblingsspeisen zu finden.
Das Gewinnerrezept wird mit einem tollen Preis ausgezeichnet: Gemeinsam mit einer Begleitperson darf die Gewinnerin oder der Gewinner am 6. April 2019 dabei sein, wenn die Feldhamster in der Auffang- und Pflegestation der AG Feldhamsterschutz der HGON im Tier- und Pflanzenpark Fasanerie Wiesbaden aus ihrem Winterschlaf „geweckt“ und in ihr Sommergehege umgesetzt werden. Wer gewinnt, entscheidet das Los.
Der Feldhamster gehörte einst zu den häufigsten Kleinsäugern in Hessen und wurde bis in die siebziger Jahre sogar als Plage betrachtet. Heute stuft die Rote Liste Deutschland den Kleinsäuger als „vom Aussterben bedroht“ ein. Neben den intensiven Bekämpfungsmaßnahmen in den vergangenen Jahrzehnten ist vor allem die heutige Bewirtschaftungsweise Hauptursache für die Gefährdung des Feldhamsters. Dem Nager fehlt es an Nahrung. Gleichzeitig führt das frühe Umpflügen der abgeernteten Felder dazu, dass es ihm auch an Deckung vor Fressfeinden wie Fuchs und Bussard mangelt.
Sie möchten in Ihrem Netzwerk auf die Mitmachaktion aufmerksam machen? Dann nutzen Sie unser Kommunikationspaket, das neben verschiedenen Textbausteinen auch Vorschläge für Social-Media-Beiträge enthält.

Guten Appetit, Hermann!

Sie möchten für Hermann backen, wissen aber noch nicht, ob es süß oder salzig werden soll? Schauen Sie doch einfach mal in die bisherigen Beiträge und lassen Sie sich inspirieren!

Foto: Schoko-Kirsch-Kuchen

Aus Groß-Umstadt erreichte uns das Rezept für einen Schoko-Kirsch-Kuchen. Das verwendete Weizenmehl spielt nicht nur für das Gelingen des Kuchens eine große Rolle: Das Getreide ist für Feldhamster Hermann bevorzugte Nahrung und wichtiger Lebensraum zugleich.
 

Foto: Spinat-Quiche

Ein Feldhamster-Fan aus Frankfurt hat das Rezept einer Spinat-Quiche hochgeladen. Im Teig wurde Dinkelmehl verwendet. Auch dieses Getreide zählt zu den Leibspeisen des Feldhamsters. Besonders für seinen Wintervorrat sammelt er Getreidesamen, da sie sich unter der Erde besonders lange halten.

Mitmachaktion „Ich schütze, was ich liebe. Mein Lieblingsplatz in der Natur!“

Foto: Tag der Nachhaltigkeit
Wolfgang Krato (NABU-Gruppe Weiterstadt-Griesheim-Erzhausen), Bürgermeister Michael Aufenanger (Gemeinde Ahnatal) und Jürgen Schmidt (Gemeinde Brombachtal) gemeinsam mit Umweltministerin Priska Hinz vor dem NachhaltigkeitsSofa

Vielen Dank an alle, die sich in den letzten Monaten an der Mitmachaktion „Ich schütze, was ich liebe. Mein Lieblingsplatz in der Natur!“ beteiligt haben! Ob herrlicher Aussichtspunkt oder Insektenparadies im eigenen Garten – die vielen Beiträge zeigen, wie zahlreich und vielfältig die Lieblingsplätze der Hessen sind. Wenn auch Sie Ihren Lieblingsplatz mit anderen teilen möchten, können Sie auch jetzt noch Ihr Foto, Video oder Bild hochladen.
Alle haupt- und ehrenamtlichen Umweltschützerinnen und Umweltschützer waren im Rahmen der 2. Mitmachaktion aufgerufen, die eigenen Naturschutzprojekte unter www.naturschutzkampagne-hessen.de vorzustellen. Im Vorfeld des 5. Hessischen Tages der Nachhaltigkeit wurden drei Einreichungen ausgelost: Die Gemeinden Ahnatal und Brombachtal sowie die NABU-Gruppe Weiterstadt-Griesheim-Erzhausen haben ihre Naturschutzprojekte am 6. September 2018 auf dem Mauritiusplatz in Wiesbaden Hessens Umweltministerin Priska Hinz und einem breiten Publikum präsentiert.

Termine und Veranstaltungen

Donnerstag, 31. Januar 2019, 15:00 bis 17:00 Uhr
„Digitale Pfade im Wald – Brauchen wir neue gesetzliche Regeln?“ Diskussionsrunde zur Lenkung des Freizeitsports
64385 Reichelsheim
Weitere Infos
 
Sonntag, 03. Februar 2019, 10:00 bis 13:00 Uhr
Exkursion: Wintergäste an Rhein und Altrhein
64589 Stockstadt am Rhein
Weitere Infos
 
Mittwoch, 27. Februar 2019, 19:15 bis 22:00 Uhr
Podiumsdiskussion „Bedrohte Natur – bedrohte Menschheit“: Warum handeln wir nicht, obwohl wir so viel wissen?
60325 Frankfurt
Weitere Infos
 
Sonntag, 3. März 2019, 10:00 bis ca. 17:00 Uhr
HGON-Frühjahrstagung, Thema Waldornithologie
35781 Weilburg
Weitere Infos in Kürze
 
Dienstag, 26. März 2019, 18:30 bis 19:30 Uhr
Die Wildkatze – heimliche Bewohnerin unserer Wälder
64625 Bensheim
Weitere Infos

Über die Kampagne

Die „Naturschutzkampagne Hessen. Für Natur. Für Vielfalt. Für uns.“ des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz stellt in zehn Mitmachaktionen von Mai 2018 bis Dezember 2019 jeweils einen Aspekt des Naturschutzes in Hessen in den Mittelpunkt. Die Kampagne unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Priska Hinz will auf diesem Weg mehr Bewusstsein für die Bedeutung der Biologischen Vielfalt, der Ökosysteme und des Schutzes der Natur schaffen. Wesentlich ist aber, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aktiv mithelfen: Jeder kleine Schritt dient der Verbesserung und sichert unser aller Lebensgrundlage!