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Was können Sie tun?

Jeder kann helfen: Bürgerinnen, Bürger, Kommunen, Unternehmen!

Jeder kann z. B. im Garten durch die richtige Auswahl von Pflanzen aktiv zum Erhalt unserer bestäubenden Insekten beitragen. Auch die Anlage einiger Quadratmeter Blumenwiese erweitert deren Nahrungsangebot.

Dabei sollte möglichst das für die Gegend geeignete Regiosaatgut verwendet werden (Vorteile, Anbieter).

Auch durch die Wahl der zum gewünschten Zeitpunkt blühenden Pflanzen, egal ob Stauden oder Sträucher, Hecken und Gehölze, können Bürger dazu beitragen, dass Bienen und andere Insekten ausreichend Nahrung finden. Das ist insbesondere dann notwendig, wenn im Feld nichts blüht - vor allem im zeitigen Frühjahr und ab Mitte Juni.

Bitte helfen Sie, den Nahrungsmangel der Bestäuber im zeitigen Frühjahr sowie ab Juni zu beseitigen! Das Aufhängen von selbstgebauten oder gekauften Insektennisthilfen fördert die wildlebenden Bestäuber ebenfalls. Schon mit einem Blumenkasten kann jeder mitwirken, die hessischen Städte und ländlichen Räume zu einem blühenden, insektenfreundlichen Lebensraum zu entwickeln. Zugleich verbessert das die Lebensqualität der Menschen.

Ihr Balkon mal anders!

Wählen Sie für ihren Balkon Pflanzen aus, die blühen, wenn die Insekten Nahrung brauchen. Fragen Sie am besten im Fachgeschäft nach heimischen bienen- und/oder insektenfreundlichen Pflanzen, die dann blühen, wenn der Bedarf für die betäubenden Insekten am größten ist (im Frühjahr und ab Mitte Juni). Beispielsweise sind zu nennen:

  • im Frühjahr: Schneeglöckchen, Veilchen, Primel, Stiefmütterchen, Krokus
  • im Sommer: Thymian, Lavendel, Katzenminze, Echter Salbei
  • im Herbst: Herbstaster, weißer Steinklee, Heide


Übrigens: Züchterisch veränderte Blüten mit gefüllten Blütenköpfen bieten den Bestäubern keine Nahrung. Bevorzugen Sie ungefüllte Sorten!

Ihr Rasen kann mehr - kleine Wiese, große Wirkung!

Teilbereiche Ihrer Rasenflächen im Garten oder Vorgarten können Sie schon auf einfache Weise durch die Bearbeitung beeinflussen. Ein artenarmer Rasen lässt sich nach einiger Zeit in eine bunte Wiese verwandeln, wenn man nicht düngt und selten mäht. Entscheidend ist, dass die Blumen zum Blühen und Aussamen kommen und der Grasschnitt entfernt wird. Solche Blühinseln oder -streifen, die durch Neuanlage mit einer heimischen Blumenwiesenmischung mit Kräutern auch schneller verwirklicht werden können, reagieren aber empfindlicher auf Trittbelastung und Wassermangel.

Unabhängig davon werden es Ihnen Insekten und andere Nützlinge, wie Igel oder Vögel, danken. Durch die inselartige Anlage sind Kinder keiner erhöhten Gefahr ausgesetzt, von Blüten besuchenden Insekten „belästigt“ zu werden.

 

Ihr Staudenbeet — bunt bringt es Leben in den Garten!

Wer in seinem Garten Blühinseln anlegen möchte, sollte möglichst einheimische und auf keinen Fall gefüllte Blumenarten wählen. Letztere bieten nämlich kaum Pollen. Dabei ist auch darauf zu achten, dass die Pflanzen im Beet zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühen und so ein langanhaltendes Nahrungsangebot für Insekten bereitstellen. Bei der Auswahl der Pflanzen sollten Sie sich an die Blumenvielfalt der alten Bauerngärten erinnern und zudem auch ein Kräuterbeet anlegen. Unter den Küchen- und Gewürzkräutern sind viele pollen- und nektarspendende Arten. Fragen Sie am besten im Fachgeschäft nach bienen- und/oder insektenfreundlichen Pflanzen. Je nach beabsichtigter Blühzeit sind beispielsweise folgende Pflanzen zu empfehlen:

  • im Frühjahr: Lungenkraut, Kuhschelle
  • im Sommer: Jakobsleiter, Thymian, Katzenminze, Fenchel
  • im Herbst: Oregano, Herbstaster

 

Ihre Gehölze — die Mischung macht‘s!

Wichtig für blütenbesuchende Insekten ist ein breites Angebot unterschiedlicher Sträucher und Bäume, die lange blühen. Wählen Sie Pflanzen wie Kornelkirsche, Hartriegel, Heckenkirsche, Holunder, Liguster, Schneeball, Weißdorn, die den Insekten gemeinsam das gewünschte Nahrungsangebot bieten und zudem im Herbst die Vögel mit Früchten versorgen. Neben Obstbäumen und Beerensträuchern eignen sich hierzu auch Linde, Ahorn, Kastanie, Mehlbeere und Vogelbeere sehr. Nicht vergessen werden sollten die ersten und im Frühjahr wichtigsten Pollenspender, die Weiden-Kätzchen. Pflegeleichte, immergrüne Koniferen sollten minimiert werden, denn sie liefern keinen Nektar.