Biodiversität in Hessen

Für uns und nachfolgende Generationen

März 2021: Grünspecht & Barbara Helling

Grünspechte sind Baumeister

Weibchen und Männchen bauen gemeinsam ihre Nisthöhle – oftmals sogar gleich mehrere, aber nur in einer wird gebrütet. Seine Leibspeise, Ameisen, sucht und findet der Grünspecht am Boden und verdrückt circa 2000 Stück am Tag. Für die „Jagd“ rollt er seine lange Zunge weit heraus.

Grünspechte singen auffällig laut im Flug, sein Ruf klingt wie ein „kjückkjückkjück“-Lachen. Weibchen und Männchen sind farbenprächtig gefiedert mit einem auffälligen roten Scheitel und einer schwarzen Augenmaske. Am Boden sind sie durch ihre grünen Federn unauffällig unterwegs.

Kategorie grün: Der Erhaltungszustand des Grünspechts in Hessen ist günstig.

Bild Grünspecht: © Rosl Rössner
www.birdpictures.de

Der Kopf eines Grünsprecht mit roter Haube und grünschimmernden Gefieder schaut nach oben.

 

Der Ruf des Grünspechts
ist für mich eine Verheißung
von Frühling und Freude."

- Barbara Helling -

Bildergalerie Barbara Helling

Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbandes Main-Taunus Naturlandschaft und Streuobst e.V. Barbara Helling mag das Klavierspielen, Comics und das Radfahren in der Natur. Im eigenen Gemüsegarten beobachtet sie gerne Insekten.

Drei Fragen an Barbara Helling


Warum und seit wann setzen Sie sich für den Artenschutz ein? Was ist Ihre Motivation?

Bereits am Ende meiner Schulzeit wusste ich, dass ich gerne im Naturschutz arbeiten wollte und dafür wollte ich Landespflege studieren. Vorher habe ich eine Gärtnerlehre gemacht. Das Projektstudium an der Hochschule in Hannover kam meinen Interessen sehr entgegen. Neben dem Studium habe ich mit Kommilitonen einen der ersten Bioläden in Hannover eröffnet und betrieben. Eine ökologische Landwirtschaft aus der Region war mir auch immer sehr wichtig. Sich an Tieren zu erfreuen und sie zu beobachten hat auch eine lange Tradition in meiner Familie. Nach verschiedenen beruflichen Stationen kam ich 1993 zu meiner jetzigen Stelle beim Main-Taunus Streuobst e. V. (heute: Main-Taunus Naturlandschaft und Streuobst e. V.) dem Landschaftspflegeverband im Main-Taunus-Kreis. Sich ausschließlich mit Streuobst beschäftigen zu können, ist natürlich auch ein Privileg. Mich interessieren vor allem die Themen Klimawandel, Bodenkunde, menschliches Verhalten in Bezug auf die Obstwiesen.

Was fasziniert Sie an diesem Tier?

Der Ruf des Grünspechts ist für mich eine Verheißung von Frühling und Freude. Natürlich habe ich im Laufe der Jahre viele Grünspechte – auch Jungvögel – gesehen. Toll finde ich auch wenn der Grünspecht über den Boden läuft und nach Ameisen sucht. Grün ist und war schon immer meine absolute Lieblingsfarbe. Kombiniert mit dem roten Scheitel sieht er einfach super aus.

Wenn Sie das Sprachrohr des Tieres wären: Was würden Sie uns sagen?

Denkt an uns Tiere, wir sind genauso wichtig wie ihr alle. Wir gehören dazu und ohne uns könnt ihr niemals leben.

Eine Collage aus zwei Bildern: Links knabbert ein Feldhamster an einer Blume. Recht sitzt Melanie Albert im Roggenfeld.
Feldhamster & Melanie Albert
Collage aus zwei Bildern. Links sitzt eine Turteltaube mit grau-orangen Gefieder in der Nachmittagssonne. Rechts schaut Petra Quillfeldt in der Natur leicht nach oben.
Turteltaube & Petra Quillfeldt
Collage aus zwei Bildern. Links sitzt ein kleines Braunkehlchen mit weiß-braunem Gefieder oben auf einer lila Distel. Rechts schaut Franziska Schmidt in eine Kamera mit Objektiv.
Braunkehlchen & Franziska Schmidt