Biodiversität in Hessen

Für uns und nachfolgende Generationen

Konkrete Maßnahmen

Was können Kommunen und Verwaltung konkret tun, um die Biologische Vielfalt in Hessen zu stärken ?

Biologische Vielfalt lebt ganz entscheidend von Biotopen und Hot Spots. Die Kommunen sind hier ganz entscheidende Akteure, weil sie in Hessen flächendeckend aktiv werden können.

Nutzen Sie verfügbare Förderungen!

Initiieren Sie Projekte zum Schutz der Arten und Lebensräume der Hessenliste, für deren Erhaltung und Entwicklung die jeweiligen Landkreise, kreisfreien Städte oder Sonderstatusstädte eine besondere Verantwortung besitzen. Das Land Hessen, aber auch Stiftungen, Bund und EU, unterstützen entsprechende Projekte.

Vermeiden Sie Lichtverschmutzung!

Da 60 % der Insekten nachtaktiv sind, gehen Fachleute davon aus, dass fehlende Dunkelheit ein entscheidender Faktor für den massiven Rückgang der Insekten ist. Kommunen sollten die Lichtverschmutzung als Chance für die Entwicklung individueller Konzepte sehen, um funktional und gestalterisch einen nachhaltigen Umgang mit Beleuchtung einzufordern.

Weiterlesen

Werden Sie aktiv!

Organisieren Sie Informationsveranstaltungen oder Workshops zum Thema Biodiversität. Diese dienen nicht nur der Öffentlichkeitsarbeit, der Vernetzung von Akteuren und dem Aufzeigen von Best-Practice Beispielen mit Handlungsanleitungen sondern auch der Werbung zusätzlicher Unterstützer.

Ermöglichen Sie einen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis am gezielten Projekt.

Berücksichtigen Sie die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt Hessens bei allen Entscheidungen, z.B. bei der Anlage öffentlicher Grünflächen und Beete, oder bei Ausschreibungen von Bauvorhaben.

Machen Sie das Thema biologische Vielfalt in Hessen in der eigenen Verwaltung bekannt. Sorgen Sie für einen regen Austausch zum Thema Biodiversität und wie sie durch entsprechende Entscheidungen z.B. im Werks- oder Haushaltsausschuss erhalten werden kann.

Aktion "Hessen blüht"

Thema Boden

Werden Sie Biotop-Netzwerker!

Kommunen können die Biotop-Vernetzung insbesondere durch umsichtiges Flächenmanagement, bürgernahe Kommunikation sowie durch finanzielle Absicherung und planerische Kompetenzen wirksam vorantreiben.

Jeder Biotop-Baustein hilft, dem Artenrückgang entgegenzuwirken und damit auch unsere Lebensgrundlagen zu sichern.

Es gilt verstärkt Biotop-Verbund-Projekte durchzuführen. Die Sielmann-Stiftung möchte deutschlandweit Nachahmer motivieren, für einen Biotop-Verbund aktiv zu werden.

Broschüre "In 10 Schritten zum Biotop"

Fördern Sie die Insekten auf kommunalen Friedhöfen!

Durch die gezielte Anpflanzung bienenfreundlicher Stauden auf Friedhöfen kann die Biologische Vielfalt gesteigert werden. Ebenso mit dem Einsatz von Nistkästen, Insektenhotels und Unterschlupfmöglichkeiten für Tiere leisten Sie einen Beitrag zum Erhalt der BV. Friedhöfe könnten künftig verstärkt zu Lebensräumen für im Bestand bedrohte Insektenarten werden, insbesondere für Wildbienen. Um das zu erreichen, müsste man sich von der historisch bedingten Vorstellung eines Friedhofes mit größeren kurzgemähten Grünflächen lösen. Diese bieten nicht nur Insekten keinen Lebensraum, sondern verursachen auch hohe Kosten. Kurzgeschorene Rasen könnten Wildblumenwiesen weichen. Letztere bieten Rückzugsräume und Nahrung für Insekten. Zeitgleich würde sich der Pflegeaufwand reduzieren.

Nachhaltige Beleuchtung
Empfehlungen vom Sternenpark Rhön
Zur Broschüre

Leitfaden des Bundesamts für Naturschutz
Was sind nachhaltige Anlagen zur Außenbeleuchtungen?
BfN-Schrift 543

Sielmann-Stiftung: Kommunen als Biotop-Netzwerker
Weiter zur Broschüre

Hessische Städte - natürlich vielfältig
Anregungen zum Nachahmen
Zur Broschüre

Aktion "Hessen blüht"
Zum Flyer