Biodiversität in Hessen

Für uns und nachfolgende Generationen

Nistkästen mit Schutz vor Fressfeinden

Nistkästen als ökologische Fallen und was dagegen tun?

Waschbären sind seit den 1930er Jahren in Deutschland freilebend und haben sich rasant ausgebreitet.
Durch ihre Kletter- und Schwimmfähigkeit und den geschickten Gebrauch der langen Arme und Finger verschaffen sich Waschbären Zugang zu den Brutplätzen von fast allen einheimischen Vögeln. Besonders offensichtlich wird ihr Einfluss oft in Nistkasten-Projekten.

Trauerschnäpper

Gängige Nistkastenmodelle sind für Waschbären relativ leicht zugänglich. Wenn Waschbären in einem Gebiet diese Nahrungsquelle entdeckt haben, kann es zu verheerenden Auswirkungen kommen, da sowohl Altvögel als auch Nestlinge getötet werden.

Quelle: Norbert Heßler, Verein für Natur- und Vogelschutz Villingen e.V.

Der Verein für Natur- und Vogelschutz Villingen e.V. hat als Lösung für dieses Problems prädationssichere Nistkästen entwickelt, welche nach Absprache mit dem Verein auch erworben werden können.

Ebenso gibt der Verein für Natur- und Vogelschutz Villingen e.V. gern Auskunft über die verwendeten Materialien und Baupläne.

Für den Hausgarten bietet sich aber auch der Schutz durch Verwendung des Wettenberger Nistkastens zum Selbstbauen an.

Der besondere Vorteil des Wettenberger Nistkastens (WN) liegt in seiner guten Raubzeugsicherheit. Insbesondere durch den Einbau des sog. Marderbrettchens (MB) wird den möglichen Beutegreifern (Marder, Waschbär und Co.) der direkte Zugriff in den Nistraum verwehrt.

Quelle: NABU-Wettenberg

Eine Bauanleitung für diesen Nistkasten finden Sie auf der Webseite des NABU-Wettenberg.