Biodiversität in Hessen

Für uns und nachfolgende Generationen

Januar 2021: Rebhuhn & Andrea Imhäuser

Rebhuhn - Charaktervogel der Feldflur

Rebhühner fühlen sich im strukturierten Ackerland wohl. Hier finden sie auf Brachflächen, an Rändern von Hecken und an Feldwegen ihre Nahrung und gute Verstecke. Jungtiere fressen viele Insekten und deren Larven, Käfer und Läuse. Später steht vor allem pflanzliche Nahrung wie Gräser, Körner und Samen auf ihrem Speiseplan.

Im Gefieder des Rebhuhns finden sich filigrane Muster und Farbschattierungen. Erwachsene Vögel sind gut erkennbar an ihrem rostfarbenen Kopf und einem dunkelbraunen hufeisenförmigen Brustfleck. Rebhühner brüten am Boden im Schnitt 10 bis 20 Eier aus.

Kategorie rot: Der Erhaltungszustand des Rebhuhns in Hessen ist schlecht.

Bild Rebhuhn: © Michel Geven  www.michelgeven.zenfolio.com

Rebhuhn mit braun grauem Gefieder sitzt im Gras.

 

Rebhühner sind Meister der Tarnung:
Weiß man nicht, dass sie in der Nähe sind,
bemerkt man sie nicht.“

- Andrea Imhäuser -

Bildergalerie Andrea Imhäuser

Andrea Imhäuser ist Forstwissenschaftlerin und Wanderführerin im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land. Sie arbeitet beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) und koordiniert neben der Biodiversitätsberatung landwirtschaftlicher Betriebe das Feldflurprojekt um Bad Zwesten. Andrea Imhäuser ist Imkerin und Landwirtin im Nebenerwerb, außerdem zeichnet und fotografiert sie sehr gerne.

Drei Fragen an Andrea Imhäuser


Warum und seit wann setzen Sie sich für den Artenschutz ein? Was ist Ihre Motivation?

Eigentlich schon von Kindesbeinen an. Ich bin im ausgesprochen artenreich ausgestatteten Meißner-Vorland auf einem Bauernhof aufgewachsen und lebe heute wieder dort. Ehrenamtlich habe ich immer wieder verschiedene Artenschutzmaßnahmen unterstützt, da ich früh bemerkt habe, dass dieser Artenreichtum nicht überall vorkommt und nicht selbstverständlich ist.

Was fasziniert Sie an diesem Tier?

Rebhühner sind Meister der Tarnung: weiß man nicht, dass sie in der Nähe sind, bemerkt man sie nicht. Schaut man aber das Gefieder eines Rebhuhnes genauer an, wundert man sich über die filigranen Muster und Farben der verschiedenen Federn. Sie haben ein ausgeklügeltes Verhalten rund ums Jahr und ein ausgesprochen soziales Verhalten in ihrem Familienverband. Eigentlich der perfekte Überlebenskünstler! Durch ihre unauffällige Lebensweise bemerkt leider kaum jemand ihr Verschwinden – dem möchte ich mit meiner Arbeit aktiv entgegenwirken.

Wenn Sie das Sprachrohr des Tieres wären: Was würden Sie uns sagen?

Liebe Menschen, bitte nehmt mehr Rücksicht!

Collage aus zwei Bildern. Links sitz ein Gartenschläfer auf einem Baumstumpf auf grünem Hintergrund. Rechts untersucht Susanne Steib die Natur.
Gartenschläfer & Susanne Steib
Eine Collage aus zwei Bildern: Links knabbert ein Feldhamster an einer Blume. Recht sitzt Melanie Albert im Roggenfeld.
Feldhamster & Melanie Albert
Collage aus zwei Bildern. Links ist der Kopf eines Grünspechts mit roter Haube. Rechts lehnt Barbara Helling lächelnd an einem Baumstamm.
Grünspecht & Barbara Helling