Biodiversität in Hessen

Für uns und nachfolgende Generationen

Unternehmen als Akteure der Biologischen Vielfalt

Biodiversity-Check

Immer mehr Unternehmen stellen sich der Herausforderung und führen beispielsweise freiwillig Aktivitäten zum Schutz der Biodiversität durch. So wird die Biologische Vielfalt direkt im Unternehmensumfeld erhalten und gefördert, z. B. durch naturnahe Gestaltung des Firmengeländes, das Anlegen heimischer Streuobstwiesen und von Feuchtbiotopen und Feldgehölzpflanzungen oder die Renaturierung von Gräben.
In Hessen können Unternehmen ihre Aktivitäten zur Förderung der Biodiversität mit einer Artenpatenschaften dokumentieren.

Im Sinne der Verantwortung für die Biologische Vielfalt in Hessen und weltweit ist es jedoch unerlässlich, auch die Unternehmenstätigkeit als solche zu analysieren, um so direkte und indirekte Auswirkungen auf die Biodiversität entlang der Produktund Wertschöpfungskette zu minimieren.

Dabei können die Berücksichtigung geeigneter Standards und Zertifikate bei der Auswahl der Zulieferer, die Entwicklung einer Strategie für die nachhaltige Nutzung von Ressourcen oder auch eine Anpassung geplanter Investitionen geeignete Maßnahmen sein.

Die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen sucht hessische Unternehmen, die sich verstärkt für den Schutz der Biodiversität engagieren wollen. Interessierten Unternehmen wird empfohlen, den »Biodiversity-Check« durchzuführen. Der Check wurde von Global Nature Fund (GNF), der Beratungsgesellschaft dokeo, der Bodensee-Stiftung und weiteren Experten im Rahmen der Europäischen Business and Biodiversity Campaign entwickelt und von zahlreichen Unternehmen in Deutschland angewendet. Der Biodiversitäts-Check bietet einen ersten, auf das Unternehmen zugeschnittenen Überblick über die Berührungspunkte der Unternehmenstätigkeit mit der Biodiversität sowie über den aktuellen Stand des unternehmerischen Biodiversitätsmanagements und er gibt Empfehlungen für das weitere Vorgehen.

Warum ist der Schutz der Biodiversität wichtig für Unternehmen?

Anhand eines Unternehmerbeispiels erklärt die Europäische Business & Biodiversity Kampagne wie Unternehmen von der Biodiversität profitieren und wie sie zum Schutz dieser beitragen können. Zunächst werden mögliche Probleme und Risiken dargestellt, wenn das Unternehmen kein Biodiversitätsmanagement betreibt. In einem nächsten Schritt werden Lösungsvorschläge für die jeweiligen Probleme aufgezeigt. Das von der simpleshow grafisch animierte Video zeigt einerseits die Einwirkungen, die Unternehmen auf die Umwelt haben und andererseits die von den Ökosystemen bestehenden Abhängigkeiten der Unternehmen.

Schauen Sie sich den prämierten Trailer zum Biodiversity-Check an: "Business & Biodiversity einfach erklärt"

Weitere Informationen zum Biodiversity-Check finden Sie in unserer Broschüre "Unternehmen als Partner der Biologischen  Vielfalt in Hessen" auf Seite 30 ff. im Downloadbereich.

Unternehmen übernehmen Artenpatenschaft und entwickeln ein blütenreiches Betriebsgelände

Hessische Unternehmen können sich im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen (NHS) engagieren und zum Schutz von Bienen, Schmetterlingen & Co. eine Selbstverpflichtung eingehen, die Flächen des Stammsitzes und der Niederlassungen möglichst blütenreich und bunt zu gestalten.

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Strukturreich entwickelte und gepflegte Mastfußfläche, Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Dresden

Welche Vorteile haben strukturreiche Mastfußflächen?

In Naturräumen mit vielen, bereits vorhandenen Biotoptypen ergänzen die Mastfußflächen das Angebot mit extensiv genutzten, wenig oder gar nicht gedüngten und auch nicht gespritzten Ruhezonen. Standortabhängig nutzen dies vor allem Insekten wie Laufkäfer. Es stellen sich meist auch viele Arten der Roten Liste ein.

Als Trittsteinhabitate sind geplant extensiv bewirtschaftete Mastfußflächen in strukturarmen Naturräumen besonders effektvoll. Ihre Funktion geht über das oben beschriebene Potential hinaus: Sie bieten ökologisch besonders wertvolle Inseln und mindern damit den Isolationseffekt der sie umgebenden Bewirtsachaftung. Mastfußflächen mit ihrer Pufferzone können angrenzende Habitate erfolgreich vernetzen und Wanderkorridore bereitstellen.

Interessierten Unternehmen sei die Studie WALZ/PABST/JENTZSCH zur Lektüre empfohlen. Veröffentlicht in "Naturschutz und Landschaftsplanung", 52 (07) 2020, S. 326ff.

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(vollständiger Text nur mit Abo-Zugang)

Energieunternehmen als Partner der Biodiversität!

Insbesondere überregionale Stromtrassen werden an großen Masten geführt, deren Standorte oft isoliert in intensiv bewirtschafteten Agrarbereichen liegen. Gleichzeitig werden die Mastfußflächen, teilweise bis zu 1.000 m² je Standort, konstruktionsbedingt nicht ackerbaulich genutzt.

Eine zielgerichtete ökologische Aufwertung dieser Standflächen kann durch die Kombination mit Blühflächen und im Rahmen eines Biotopverbunds den Naturraum bereichern. Notwendig sind eine langfristig umgesetzte Konzeption und die entsprechende Gestaltung von Pflegeverträgen.

Broschüre "Unternehmen als Partner der Biologischen Vielfalt in Hessen!"
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"Partnerunternehmen der Biologischen Vielfalt in Hessen!"
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Broschüre "Unternehmen Natur - Naturnahe Gestaltung von Firmenflächen"
Herausgeber ist die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege
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Tagungsband "Natur und Wirtschaft"
Empfehlungen des Naturgarten e. V. zu einem naturnah gestalteten Betriebsgelände
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Unternehmen Biologische Vielfalt 2020: Nachhaltiger Mittelstand
Kontaktstelle: ‘Biodiversity in Good Company‘ Initiative e. V.
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